dpa-Faktencheck

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Faktencheck-Regeln

Der dpa-Faktencheck ist streng genommen ein Behauptungs-Check. „Stimmt das?“ oder „Ist das wirklich so?“ – mit diesen grundlegenden Fragen wollen wir aktuelle, gesellschaftlich relevante Behauptungen überprüfen. Bei der Auswahl von Themen für dpa-Faktenchecks ist der Reizwert eines Themas der entscheidende Faktor. Damit ist gemeint, dass eine Behauptung oder eine These einen hohen Gesprächswert hat oder ein Aufregerthema ist.

Idealerweise ist ein dpa-Faktencheck in die Bereiche „Behauptung“, „Bewertung“ und „Fakten“ aufgeteilt. Dieses Format soll eine möglichst große Klarheit schaffen. Was genau wurde behauptet? Wie bewertet dpa diese Behauptung? Auf welche Fakten stützt sich die dpa-Bewertung? Die Bewertung schließt nach Möglichkeit ein deutliches Urteil ein, wie zum Beispiel: Die Behauptung stimmt oder stimmt nicht. Möglich sind aber auch Abstufungen wie „stimmt überwiegend“ beziehungsweise „stimmt überwiegend nicht“.

Die Auswahl für Faktenchecks beschränkt sich keineswegs nur auf politische Themen. Die dpa überprüft auch Behauptungen aus den Ressorts Wirtschaft, Wissenschaft, Panorama und weiteren, für das gesellschaftliche Leben relevante Bereichen.

Die dpa-Faktenchecks sollen es den Leserinnen und Lesern ermöglichen, sich auch bei komplexen Themen eine eigene, auf Fakten gestützte Meinung zu bilden. Im Idealfall können sie damit unbegründete Vorurteile oder in die Irre führende Manipulationen hinterfragen und letztlich widerlegen. Es ist zudem ein Ziel der dpa, durch Faktenchecks die Leserinnen und Leser mit Recherche-Techniken im digitalen Zeitalter vertraut zu machen.

In bestimmten Fällen können die Autoren der dpa-Faktenchecks von der strengen Formatvorgabe abweichen. Diese Ausnahmen gelten aber nur für gesellschaftlich höchst relevante Konfliktthemen, bei denen eine Bewertung aus bestimmten Gründen nicht nach den vorgegebenen Regeln erfolgen kann, weil zum Beispiel der dpa nicht alle für einen Faktencheck erforderlichen Informationen vorliegen. In diesen Fällen, bei denen ein erhebliches gesellschaftliches Interesse an einer Einordnung vorliegt, ist ein Faktencheck auch mit einer Bewertung unter Vorbehalt oder Einschränkungen möglich.

Die Journalistinnen und Journalisten der Deutschen Presse-Agentur versuchen, die Faktenchecks so transparent wie möglich zu formulieren. dpa legt damit Rechenschaft ab über ihre Recherchen und Arbeitsweisen. Das heißt zum Beispiel, dass alle in den Texten verwendeten öffentlichen Informationen verlinkt werden. Es ist das Ziel unserer Faktenchecks, dass die Leser mit Hilfe der Links den Faktencheck nach Möglichkeit selbst vornehmen können. Idealerweise können die Leser damit die Arbeitsweise der dpa überprüfen und bei Interesse selbständig weiter recherchieren.

Die dpa greift in ihren Faktenchecks in der Regel Themen von nationaler oder mindestens bundeslandweiter Bedeutung auf. Denn als größte deutsche Nachrichtenagentur haben wir mit unserer Berichterstattung eine enorme Reichweite. Es ist bekannt, dass provokante oder extremistische Behauptungen beim Publikum mitunter häufiger in Erinnerungen bleiben als die objektiv formulierte Widerlegung. Deshalb wird dpa in der Regel in ihren Faktenchecks keine lokalen Reizthemen aufgreifen, um diesen Manipulationen oder Verfälschungen keine bundesweite Bühne zu bieten. dpa muss hier stets abwägen zwischen: Geben wir mit einem dpa-Faktencheck womöglich falschen Behauptungen unnötig eine zusätzliche Reichweite oder überwiegt der Vorteil, zu diesem Thema geprüfte und nachvollziehbare Informationen bereitzustellen?

Die dpa ist strikt überparteilich, an keine Konfession oder Weltanschauung gebunden und wirtschaftlich unabhängig. Unter dieser Prämisse wählen wir auch die Themen für unsere Faktenchecks aus. Für uns ist keine gesellschaftliche oder politische Haltung ausschlaggebend, sondern allein der Geist des Grundgesetzes.

Wie alle Texte der dpa entstehen auch die Faktenchecks ausschließlich in Teamarbeit. Mindestens zwei Journalisten sind daran beteiligt. In der Regel gehören Mitglieder des dpa-Faktencheck-Teams zu den Autoren und Redakteuren der Faktenchecks. Aber auch alle anderen dpa-Journalisten sind durch ihre Ausbildung und tägliche Arbeit als Agenturjournalisten erfahrene Faktenchecker. Recherche und Überprüfen von Informationen sind das grundlegende Handwerkszeug bei dpa. Sie sind sowohl das Fundament der Ausbildung im Volontariat als auch alltägliche Praxis der Redaktion bei allen Themen.

Leserinnen und Leser haben ebenso wie alle Kunden der dpa die Möglichkeit, der dpa-Redaktion Themen für neue Faktenchecks vorzuschlagen. Sie können dabei die aus ihrer Sicht bundesweite oder zumindest bundeslandweite Relevanz erläutern. Diese Vorschläge, aber auch Feedback zu bereits gesendeten Faktenchecks können direkt an das Faktencheck-Team der dpa geschickt werden (factcheck-switzerland[at]dpa.com).

Korrekturregeln

Die dpa-Faktenchecks entstehen – wie alle Texte der Nachrichtenagentur – mit höchster Sorgfalt, Ausgewogenheit und Genauigkeit.

Natürlich können wir Fehler nicht völlig ausschließen. Trotz aller Standards und Kontrollmechanismen besteht immer die Möglichkeit von Missverständnissen, Irrtümern oder einfachen Schreibfehlern. Glaubwürdigkeit ist das höchste Gut der dpa. Jeder Fehler wird daher bei Bekanntwerden umgehend, ehrlich und so transparent wie möglich berichtigt - auch die kleinsten. Auch zu ihren Fehlern legt die dpa-Redaktion damit Rechenschaft ab. Alle dpa-Journalisten sind angewiesen, Fehler so transparent wie möglich zu korrigieren. Das bedeutet, dass im Einzelnen angegeben werden muss, was falsch berichtet wurde und wie die Änderung konkret aussieht.

Zudem werden Fehler intern besprochen, Lehren daraus gezogen und Verstöße gegen unsere Standards konsequent aufgearbeitet. Bei großen Fehlern, die zum Beispiel zum Zurückziehen einer Meldung führen, bietet dpa ihren Kunden in geeigneten Fällen zudem eine ausführliche Berichterstattung zum Zustandekommen des Fehlers und der Korrekturen an. Leserinnen und Leser können dpa direkt über diese Mailadresse factcheck-switzerland[at]dpa.com anschreiben.

So sieht eine typische Berichtigung eines dpa-Faktenchecks aus. Dies ist ein weiteres Beispiel für das transparente Korrigieren von Fehlern im dpa-Dienst.

Aufbau und redaktionelle Grundsätze der dpa

Eigentümer

Gesellschafter der dpa sind 179 deutsche Medienunternehmen. Dazu zählen insbesondere Zeitungs- und Zeitschriftenverlage sowie Rundfunkanstalten und -gesellschaften. Gesellschafter können grundsätzlich nur bis zu 1,5 Prozent des Stammkapitals je Gesellschafter erwerben, öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten auch darüber, insgesamt jedoch nicht mehr als 15% des Stammkapitals und für sämtliche Rundfunkgesellschaften (öffentlich-rechtliche und private) darf der Anteil nicht mehr als 25% betragen. (Auszug aus dem dpa-Gesellschaftsvertrag)

Die Geschäftsführer und der Chefredakteur der dpa sind direkt dem Aufsichtsrat der Agentur verantwortlich. Der mindestens zwölf- und derzeit siebzehnköpfige Aufsichtsrat repräsentiert einen Querschnitt der Anteilseigner von der regionalen Zeitung bis zur großen Rundfunkanstalt und wird vom Aufsichtsratsvorsitzenden geleitet.

Einnahmen

Die dpa-Unternehmensgruppe hat das Geschäftsjahr 2018 mit einem Gesamtumsatz von 140 Millionen Euro abgeschlossen. Als Kerngesellschaft des Konzerns konnte die Deutsche Presse-Agentur GmbH ein Umsatz von 94 Millionen Euro erwirtschaften. Im Ergebnis bedeutet das einen Jahresüberschuss von 1,5 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2018.

Kunden der dpa sind Zeitungs- und Zeitschriftenverlage, Online-Portale, Radio- und TV-Sender sowie Unternehmen, Organisationen und Institutionen.

Subventionen oder sonstige finanzielle Zuwendungen des Staates erhält dpa nicht. Sämtliche Einnahmen werden auf dem freien Markt erwirtschaftet. Die dpa ist eine GmbH und agiert nach rein marktwirtschaftlichen Prinzipien.

Die dpa betreibt neben ihrem Kerngeschäft eine Vielzahl von Geschäftsbereichen in selbständigen Tochtergesellschaften. Das Ergebnis der dpa ist demgemäß abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung und den damit verbundenen Ergebnisbeiträgen, die von den Tochtergesellschaften in der Regel über Gewinnabführungsverträge geleistet werden.

2018 erzielten die Tochterunternehmen und Beteiligungen wichtige Jahresüberschüsse und lieferten einen Ergebnisbeitrag von 12 Millionen Euro ab. (dpa-Geschäftsbericht 2018)

Journalistisches Selbstverständnis

Die Journalisten der dpa sind in ihrer Berichterstattung frei und unabhängig. Wir bekennen uns zu Wahrheit und Fakten und nicht zu politischen Parteien, religiösen oder kulturellen Überzeugungen, der Industrie oder anderen Interessengruppen.

Die dpa-Redaktion arbeitet nach den im dpa-Statut festgelegten Grundsätzen: unabhängig von Weltanschauungen, Wirtschaftsunternehmen und Regierungen. Daran sind Redaktion und Unternehmensleitung gleichermaßen gebunden.

In Paragraf 5, Absatz 2 des dpa-Gesellschaftsvertrags heißt es wörtlich: „Das Unternehmen erfüllt seine Aufgabe unparteiisch und unabhängig von Einwirkungen und Einflüssen durch Parteien, Weltanschauungsgruppen, Wirtschafts- oder Finanzgruppen und Regierungen.“

Es ist ein Grundsatz des dpa-Journalismus, Fakten zu liefern und relevante Geschichten zu erzählen, die es den Lesern überlassen, ihre eigenen Schlussfolgerungen zu ziehen.

Natürlich können wir Fehler nicht ausschließen. Redakteure sind Menschen. Trotz aller Standards und Kontrollmechanismen besteht immer die Möglichkeit von Missverständnissen, Irrtümern oder einfachen Schreibfehlern. Glaubwürdigkeit ist das höchste Gut der dpa. Sämtliche Fehler werden daher bei Bekanntwerden umgehend, ehrlich und so transparent wie möglich korrigiert - auch die kleinsten. Zudem werden Fehler intern aufgearbeitet, Lehren daraus gezogen und Verstöße gegen unsere Standards konsequent geahndet.

Redaktionelle Organisation

Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) wurde 1949 gegründet und gehört zu den weltweit führenden unabhängigen Nachrichtenagenturen. dpa beliefert Medien, Unternehmen und Organisationen mit redaktionellen Angeboten. Dazu zählen Texte, Fotos, Videos, Grafiken, Hörfunkbeiträge, Online-Dienste und andere Formate.

Rund 1000 dpa-Journalisten arbeiten an 54 Standorten im Inland und 94 im Ausland. Neben dem Basisdienst als Kernprodukt der Agentur bietet dpa 12 Landesdienste an, die von sieben so genannten Regio-Desks aus gesteuert werden. Als international tätige Agentur berichtet dpa in den vier Sprachen Deutsch, Englisch, Spanisch und Arabisch. Täglich veröffentlicht dpa rund 600 Meldungen allein im wichtigsten Textfeed, dem Basisdienst und 1200 Fotos im dpa-Bildfunk.

dpa recherchiert Fakten, interviewt Gesprächspartner, verfolgt Entwicklungen und analysiert Zusammenhänge streng nach den im dpa-Statut festgelegten Grundsätzen. Es wird keine Story veröffentlicht, die nicht von mindestens zwei dpa-Journalisten bearbeitet wurde. Richtigkeit geht immer vor Geschwindigkeit.

Vertrauen und Wahrheit sind für die Deutsche Presse-Agentur von größter Bedeutung. Das Geschäftsmodell von dpa basiert auf größtmöglicher Zuverlässigkeit. Die wenigen redaktionellen Fehler, die trotzdem gemacht werden, werden nach sorgfältiger Prüfung sofort und transparent korrigiert.

Fragen und Antworten zu Faktenchecks bei dpa

Was versteht dpa unter einem Faktencheck?
Menschen suchen in für sie wichtigen Fragen als Mediennutzer Fakten und Orientierung. Die dpa überprüft mit ihren Basisdienst-Faktenchecks in der Öffentlichkeit geäußerte, gesellschaftlich relevante Äußerungen. Strenggenommen handelt es sich dabei nicht um Fakten, sondern um Behauptungen unter anderem von Politikerinnen und Politikern oder anderen Personen des öffentlichen Lebens. In Ausnahmefällen prüft dpa auch Behauptungen von weniger prominenten Quellen. Entscheidend ist immer die Relevanz bzw. der Reizfaktor eines Themas. Eine Behauptung führt bei dpa zum Faktencheck, wenn wir der Überzeugung sind, dass sich zwangsläufig bei interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Frage stellt: „Stimmt das?“ oder „Ist das wirklich so?“. Dabei ist zu beachten, dass dpa im Basisdienst aus Kapazitätsgründen nur die wichtigsten und relevantesten Behauptungen im aufwändigen Format Faktencheck prüft.
Sind Faktenchecks nur auf Behauptungen beschränkt?
Nein. Auch bei unerwarteten Großereignissen mit unklarer Lage veröffentlicht dpa Faktenchecks im Format „Was wir wissen und was wir nicht wissen“. Diese Faktenchecks geben z.B. bei Terroranschlägen, Amokfahrten oder Katastrophen einen schnellen Überblick über die offiziell bestätigten Fakten sowie Behauptungen, die zumeist über die sozialen Netzwerke verbreitet werden.
Können auch ältere Behauptungen einem Faktencheck unterzogen werden?
Ja, durchaus. Dies können zum Beispiel Wahlkampf-Versprechen von Politikern sein. Die Deutsche Presse-Agentur prüft in regelmäßigen Abständen auf Bundes- und Länderebene, was aus zentralen Politiker-Ankündigungen geworden ist.
Wie sehen die dpa-Faktenchecks konkret aus?
Faktenchecks sind in der laufenden dpa-Berichterstattung ein eigenes Format neben „Meldung“,„Zusammenfassung“, „Hintergrund“ oder „Korrespondentenbericht“. Im Format Faktencheck greifen wir eine Behauptung oder Ähnliches auf und gehen ihr auf den Grund. Im Idealfall mündet ein Faktencheck in der Feststellung, dass die untersuchte Behauptung wahr oder falsch ist. Unser Ziel ist es, die Faktenchecks so transparent wie möglich zu formulieren, damit die Leser die Möglichkeit haben, die Bewertung nachvollziehen zu können.
Wie entsteht ein Faktencheck journalistisch?
Zur Beantwortung der Frage, ob eine Behauptung wahr oder falsch ist, nutzen die dpa-Kollegen alle Techniken einer sorgfältigen journalistischen Recherche. Dazu zählen neben den klassischen Schritten der Verifikation (Überprüfung der Identität einer Quelle, Abgleichen mit offiziellen Statistiken, Recherche bei in einer Behauptung erwähnten Personen u.ä.) auch neue Recherche-Methoden im digitalen Journalismus. Dazu zählen Techniken und Werkzeuge wie Foto-Rückwärts-Suche, Internet-Archiv, Geolocation, „Patient-Zero“. Nicht immer kommen wir am Ende des Faktenchecks zu einem eindeutigen Urteil. Es gibt auch dpa-Faktenchecks, die im Ergebnis keine eindeutige Bewertung treffen können.
Wieso gibt es nicht bei allen dpa-Faktenchecks eine klare Bewertungsskala wie z.B. „richtig, eher richtig, teils teils, eher falsch, falsch“?
Sehr viele Themen/Behauptungen sind zu komplex, um sie nach einem starren Schema zu bewerten. Uns geht es im Zweifelsfall eher um eine korrekte und verständliche Einordnung als um eine womöglich irreführende Bewertung. Die Leser sollen durch den Faktencheck den Wahrheitsgehalt einer überprüften Behauptung erfassen und den Kontext eines strittigen Themas verstehen können. Die Welt ist nur selten schwarz oder weiß. Die Leser sollen sich mit Hilfe von dpa-Faktenchecks in gesellschaftlichen Diskussionen über bestimmte Themen eine eigene, auf Fakten und Tatsachen gestützte Meinung bilden können.
Haben die Leser die Möglichkeit, dpa-Faktenchecks zu überprüfen?
Die dpa-Faktenchecker sind verpflichtet, in ihrem Faktencheck auf alle verwendeten öffentlich zugänglichen Informationen zu verlinken. Damit können die Leser z.B. überprüfen, ob bestimmte Zahlen oder Fakten tatsächlich in einem offiziellen Dokument veröffentlicht wurden. Es gibt darüber hinaus aber auch Informationen, die die dpa-Journalisten durch direkte Kontakte zu Politikern, Behörden, Unternehmen oder Prominente erhalten und die nicht öffentlich dokumentiert sind. In diesen Fällen weisen die dpa-Faktenchecks auf die Herkunft der Informationen hin.
Welche Bedingungen muss eine Behauptung erfüllen, um in einem Faktencheck des dpa-Basisdienstes überprüft zu werden?
Das Thema muss eine hohe gesellschaftliche Relevanz haben. Im Idealfall trifft die Behauptung den Kernbereich einer breiten Diskussion und ist damit für die Meinungsbildung der Menschen von entscheidender Bedeutung. dpa geht im Vorfeld der Frage nach, welche Auswirkungen die Behauptung hätte, wenn sie nicht geprüft würde. Je gravierender die Auswirkungen wären, desto mehr spricht für einen Faktencheck. Leserinnen und Leser können dpa Themen für Faktenchecks vorschlagen (siehe Rubrik "Kontakt"). Auch in diesem Fall ist die gesellschaftliche Relevanz des Themas ausschlaggebend
Welche Behauptungen greifen wir in der Regel nicht auf?
Die Deutsche Presse-Agentur beliefert in Deutschland fast alle Zeitungen, Radio- und Fernsehsender sowie sehr viele Nachrichten-Portale im Internet. dpa-Texte erzielen zumeist eine extrem hohe Reichweite. Deshalb werden in den Faktenchecks des dpa-Basisdienstes in der Regel auch nur Behauptungen aufgegriffen, die bundesweit von Relevanz und gesellschaftlichem Interesse sind. Manipulationen oder Desinformationen mit einer geringen Reichweite in den sozialen Netzwerken wird dpa in der Regel nicht in Faktenchecks untersuchen. Außerdem eignen sich reine Meinungsäußerungen nicht für Faktenchecks.
Achtet dpa streng darauf, dass bei politischen Themen alle Parteien gleich häufig einem Faktencheck unterzogen werden?
Der Auslöser für einen Faktencheck ist nicht die politische Ausrichtung oder Parteizugehörigkeit einer Quelle. Im Einklang mit den dpa-Statuten sind die Faktenchecks nicht gegen eine bestimmte Partei oder politische Ausrichtung gerichtet. Die Journalisten der dpa sind in ihrer Berichterstattung frei und unabhängig. Wir bekennen uns zu Wahrheit und Fakten und nicht zu politischen Parteien.
Entscheidend ist die Behauptung an sich und ihre gesellschaftlichen Auswirkungen. Eine proportionale Aufteilung der Faktenchecks nach Parteizugehörigkeit der Quelle findet nicht statt. Es kann durchaus sein, dass Politiker und Parteien häufiger überprüft werden, die wiederholt durch falsche oder irreführende Behauptungen für Aufmerksamkeit sorgen.
Wie findet dpa die Themen für Faktenchecks?
Für die Deutsche Presse-Agentur arbeiten weltweit etwa 1000 Journalistinnen und Journalisten, die relevante Ereignisse und Entwicklungen von öffentlichem Interesse beobachten und darüber berichten. Wir haben Parlamentsdebatten und Politiker-Auftritte im Blick, lesen Pressemitteilungen, gehen zu Pressekonferenzen, verfolgen TV- und Radio-Sendungen und beobachten die Social-Media-Kanäle aller relevanten Politiker, Parteien, Unternehmen, Organisationen, Sportvereine und Prominenten. Aber wir sind auch offen für Vorschläge von außen. Wer meint, dass eine Behauptung gesellschaftlich so relevant ist, dass sie von der dpa geprüft werden soll, kann uns schreiben (factcheck-switzerland[at]dpa.com). Alle weiteren Details stehen in der Rubrik "Kontakt".
Werden bei dpa „normale“ Meldungen und Berichte weniger sorgfältig recherchiert als Faktenchecks?
Nein. Die Deutsche Presse-Agentur prüft jede ihrer Nachrichten vor der Veröffentlichung mit höchster Sorgfalt auf Wahrheit, Inhalt und Herkunft. Der Faktencheck unterscheidet sich nur durch das besondere Format unter der Fragestellung „Stimmt das?“ von der regulären Berichterstattung der dpa.
Beschränken sich dpa-Faktenchecks nur auf Behauptungen aus dem Bereich Politik?
Nein. Grundsätzlich können alle gesellschaftlich relevanten Bereiche im dpa-Faktencheck thematisiert werden. Dazu zählen zum Beispiel Themen aus dem Bereich Wissenschaft wie der Streit um die Wirksamkeit von Impfungen oder die angeblichen Wunderkräfte von Pflanzen oder Medikamenten. Auch in den Bereichen Wirtschaft, Sport, Panorama und Verbraucherthemen gibt es bei dpa Faktenchecks.
Wieso kann ich als Privatperson nicht alle Meldungen und Berichte der dpa auf einer Seite im Internet lesen?
dpa ist eine unabhängige und privat organisierte Nachrichtenagentur, die sich vollständig am freien Markt finanziert. Die Medien bezahlen die dpa für ihre Inhalte und für das Recht, diese Nachrichten in ihren eigenen Angeboten zu nutzen und zu veröffentlichen. Um dieses Geschäftsmodell im Sinne ihrer Kunden zu sichern, stellt die dpa ihre Inhalte nicht frei im Internet zur Verfügung.
Wie geht dpa mit Fehlern in den eigenen Berichten um?
Die Deutsche Presse-Agentur veröffentlicht allein in Deutschland jeden Tag im Schnitt 650 Berichte. Bei aller Sorgfalt kann es immer wieder zu Fehlern kommen. Die Redakteurinnen und Redakteure der dpa sind verpflichtet, Fehler in den eigenen Diensten so schnell wie möglich zu korrigieren. Dies muss transparent geschehen, das heißt die Kundenmedien werden auf jede Korrektur explizit hingewiesen. Im Falle von kapitalen Fehlern klärt dpa in einer separaten Berichterstattung darüber auf, was die Agentur falsch berichtet hat und wie es zu den Versäumnissen kommen konnte. Die hohen Korrektur-Standards gelten auch für das Format Faktencheck.
Wird der Faktencheck eines Journalisten innerhalb der dpa vor dem Senden noch überprüft?
Für alle dpa-Texte gilt vor dem Senden das Vier-Augen-Prinzip. Jeder Text eines dpa-Reporters wird von einem erfahrenen Redakteur redigiert, d.h. aufmerksam gelesen und überprüft. Dabei wird sehr genau darauf geachtet, dass alle Sorgfaltsregeln eingehalten werden. dpa-Faktenchecks entstehen sehr häufig in Teamarbeit. Auf der Autorenseite kooperieren Fachleute wie Politik- oder Sport-Reporter mit Verifikations-Experten des dpa-Faktencheck-Teams.
Wie kann ich mich über die Techniken informieren, mit denen das Faktencheck-Team bei dpa arbeitet?
Der Leiter des Faktencheck-Teams bei der Deutschen Presse-Agentur, Stefan Voß, erklärt auf seinem Youtube-Channel „Newsnerd“, wie digitaler Journalismus funktioniert. So werden unter anderem die Grundregeln der Verifikation, das Überprüfen von Orten auf Social Media (Geolocation), die Foto-Rückwärts-Suche oder auch die „Vorfristige Suche bei Google“ erläutert.
Wieso dauert es manchmal Tage, bis ein Faktencheck erscheint?
Als Nachrichtenagentur gehört Tempo zu unserem Geschäft. Aber Sorgfalt geht immer vor Geschwindigkeit. Manche Themen sind derart komplex, dass ein Faktencheck erst nach mehrmaliger Prüfung und nach Rücksprachen mit Experten gesendet werden kann. Wenn das Thema von hoher gesellschaftlicher Relevanz ist, bleibt der Faktencheck auch noch nach Tagen aktuell. Manche Themen sind allerdings so komplex, dass ein Faktencheck wenig sinnvoll ist, da sich kaum eine erkenntnisbringende Bewertung abgeben lässt. dpa informiert in der laufenden Berichterstattung über bedeutende Kontroversen oder Ereignisse, verzichtet aber in den genannten Fällen auf einen Faktencheck.
Welche Quellen verwendet dpa, um im Faktencheck Behauptungen auf Herz und Nieren zu prüfen?
dpa hat für alle gesellschaftlich relevante Bereiche eigene Experten, von der Politik über die Wirtschaft bis hin zu Sport und Show-Business. Mit dem Hintergrundwissen unserer Experten gehen wir an die Recherche. Wir suchen nach allen öffentlich zugänglichen Informationen zu einem bestimmten Thema. Das können Behördendokumente, Statistik-Angaben und auch Gutachten von Experten und anderen glaubwürdigen Quellen sein. Beziehen sich Behauptungen auf Personen, versuchen wir diese direkt zu befragen. Wenn wir trotz intensiver Recherche nicht die erforderlichen Informationen erhalten, werden wir dies im Faktencheck erwähnen.
Manchmal sind Behauptungen auch missverständlich formuliert. Wie geht der dpa-Faktencheck mit solchen Fällen um?
Es kommt häufig vor, dass die Intention einer Behauptung nicht klar ersichtlich ist. In solchen Zweifelsfällen verzichtet dpa zumeist auf einen Faktencheck, da die Absicht der Quelle nicht eindeutig festzustellen ist. Sollte die Behauptung allerdings von allerhöchster gesellschaftlicher Bedeutung sein, könnte auch der Aspekt der möglichen Missverständlichkeit Teil des Faktenchecks sein.

Kontakt zum Faktencheck-Team der dpa

Gibt es eine Tatsachen-Behauptung von gesellschaftlicher Relevanz, die die Deutsche Presse-Agentur aus Ihrer Sicht mit einem Faktencheck überprüfen sollte? Wenn Ihnen ein solches Reizthema wichtig erscheint, dann schreiben Sie uns an folgende Adresse: factcheck-switzerland[at]dpa.com

Dafür brauchen wir unbedingt folgende Informationen:

  • Um welches Thema bzw. welche Tatsachen-Behauptung handelt es sich?
  • Wer hat die Behauptung aufgestellt (bitte auf öffentliches Dokument/Webseite/Video/Post verlinken)?
  • Bitte ganz konkret beantworten: Wieso halten Sie diese Tatsachen-Behauptung für falsch? Was macht die Behauptung so relevant, dass dpa sie prüfen soll?
  • Welche Auswirkungen hätte es aus Ihrer Sicht, wenn dpa zum vorgeschlagenen Thema keinen Faktencheck senden würde?

Ein wichtiger Hinweis: Wir überprüfen nur Tatsachen-Behauptungen, keine Meinungsäußerungen.

An die Adresse factcheck-switzerland[at]dpa.com können Sie natürlich auch Hinweise auf mögliche Fehler in unseren Faktenchecks schicken und uns sonstige Anregungen geben.

dpa-factcheck

Deutsch

Règles de vérification des faits (factchecks)

Le factcheck dpa vise, à proprement parler, à contrôler des assertions. « Est-ce vrai? » ou « Est-ce vraiment comme ça? » En se posant ces questions fondamentales, nous voulons vérifier l’exactitude d’affirmations, actuelles et socialement pertinentes. Lors du choix des sujets pour les « factchecks » de la dpa, l’agitation provoquée par un thème constitue le facteur décisif. Cela signifie qu'une affirmation ou une déclaration suscite de nombreuses conversations ou crée des remous.

Idéalement, un factcheck dpa est subdivisé en trois rubriques : « affirmation », « évaluation » et « faits ». Ce schéma doit permettre d’apporter la plus grande clarté possible sur un sujet. Qu'est-ce qui est exactement affirmé? Comment la dpa évalue-t-elle cette allégation? Sur quels faits se fonde l'évaluation de la dpa? Si possible, l'évaluation doit inclure une conclusion claire: l’assertion est correcte ou incorrecte. Toutefois, des conclusions telles que « c’est en grande partie correct » ou « c’est en grande partie incorrect » sont également possibles.

Le choix des factchecks ne se limite pas aux sujets politiques. La dpa vérifie également les allégations provenant des secteurs de l'économie, de la science et de sources diverses. Elles doivent représenter un intérêt pour la vie en société.

Les factchecks de la dpa sont destinés à permettre aux lecteurs de se forger leur propre opinion sur des sujets complexes, sur la base de faits. Idéalement, sur base des factchecks, les lecteurs peuvent remettre en question des préjugés non fondés ou s’interroger sur des manipulations trompeuses, et finalement les rejeter. En outre, l'un des objectifs de la dpa est de familiariser les lecteurs avec les techniques de recherche de l'ère numérique.

Dans des cas particuliers, les auteurs des factchecks de la dpa peuvent s'écarter de ce schéma strict. Toutefois, ces exceptions ne s'appliquent qu'aux sujets controversés très pertinents sur le plan social, pour lesquels une évaluation ne peut être faite selon les règles pour certaines raisons - par exemple parce que la dpa ne dispose pas de toutes les informations nécessaires à la vérification des faits. Dans ces cas, lorsqu'une mise en perspective présente un intérêt social considérable, la publication d’un factcheck assorti d’une évaluation limitée ou contenant des réserves est également possible.

Les journalistes de la dpa s'efforcent de formuler les factchecks de la manière la plus transparente possible. Ce faisant, la dpa est responsable de ses recherches et de ses méthodes de travail. Cela signifie, par exemple, que des liens vers toutes les informations publiques auxquelles les textes font référence sont établis. L'objectif de nos factchecks est de permettre au lecteur d'effectuer lui-même une vérification des faits, à l’aide des liens fournis. Les lecteurs peuvent ainsi contrôler la méthode de travail de la dpa et, s'ils le souhaitent, effectuer eux-mêmes des recherches complémentaires.

La dpa est strictement apolitique, n’est liée à aucune confession religieuse ou idéologie et est économiquement indépendante. Dans ce contexte, nous sélectionnons nous-mêmes les sujets de nos factchecks. Aucune prise de position sociale ou politique n'est décisive, pour nous ; seul l'esprit de la Constitution l'est.

A l’image de tous les articles de la dpa, les vérifications des faits sont le fruit d'un travail d'équipe. Au moins deux journalistes sont impliqués dans chaque cas. En règle générale, les membres des équipes de factchecking de la dpa sont les auteurs et les rédacteurs des vérifications de faits. Mais tous les autres journalistes de la dpa sont également des vérificateurs de faits expérimentés, en raison de leur formation et de leur travail quotidien en tant que journalistes d'agence de presse. La recherche et le contrôle de l'information sont les outils professionnels de base de la dpa. Ils forment à la fois le fondement de la formation interne et de la pratique quotidienne de la rédaction dans tous les domaines.

Les lecteurs, comme tous les clients de la dpa, ont la possibilité de soumettre à la rédaction de la dpa de nouveaux sujets de vérification de faits. Ils peuvent ainsi expliquer pourquoi, à leur avis, le sujet est important pour l'ensemble du pays ou au moins pour une de ses régions. Ces propositions, ainsi que les commentaires sur les factchecks déjà diffusés, peuvent être envoyés directement à l'équipe factcheck de la dpa (factcheck-switzerland[at]dpa.com).

Règles de correction

Les vérifications de faits de la dpa - comme tous les textes de l'agence de presse - sont produites avec les plus grands soin, équilibre et précision.

Bien entendu, nous ne pouvons pas exclure complètement les erreurs. Malgré toutes les normes de qualité et tous les mécanismes de contrôle mis en place, le risque de malentendus, d'erreurs ou de simples fautes d'orthographe n’est pas tout à fait écarté. La crédibilité est le plus grand atout de la dpa. Chaque erreur – même la plus petite - est donc corrigée immédiatement, honnêtement et de la manière la plus transparente possible, dès qu'elle est repérée. L'équipe de rédaction de la dpa rend également compte de ses erreurs. Tous les journalistes de la dpa ont pour instruction de corriger les erreurs, aussi petites soient-elles, de manière aussi transparente que possible. Cela signifie qu'il faut indiquer en détail ce qui a été signalé comme étant incorrect et en quoi consiste précisément la correction.

En outre, les erreurs sont discutées en interne, des leçons en sont tirées et les violations de nos normes sont évaluées en conséquence. En cas d'erreur majeure, qui entraîne par exemple le retrait d'une dépêche, la dpa propose également à ses clients, si le cas s’y prête, un rapport détaillé sur les circonstances dans lesquelles cette erreur a été commise et les corrections qui lui sont apportées. Les lecteurs peuvent entrer directement en contact avec la dpa via cette adresse email : factcheck-switzerland[at]dpa.com.

Structure et principes éditoriaux de la dpa

Propriétaires

Les propriétaires de la dpa sont 179 entreprises de médias allemandes. Il s'agit en particulier des éditeurs de journaux et de magazines ainsi que des sociétés de radiodiffusion. En principe, chaque actionnaire ne peut pas acquérir plus de 1,5 % du capital social. Les radiodiffuseurs publics peuvent acquérir une part plus importante, mais pas plus de 15 % du capital social au total. Globalement, les entreprises de radio et de télévision (publiques et privées) ne peuvent pas détenir plus de 25 % des parts du capital.

Le directeur général et le rédacteur en chef de la dpa sont directement responsables devant le conseil d’administration de l'agence. Le conseil d’administration, qui compte au moins douze membres (ils sont provisoirement dix-sept, actuellement), est formé d’un échantillon représentatif des actionnaires, du journal régional à la grande société de radiodiffusion, et est dirigé par un président.

Revenus

Le groupe de sociétés dpa a clôturé l'exercice 2018 sur un chiffre d'affaires total de 140 millions d'euros. En tant que société principale du groupe, Deutsche Presse-Agentur GmbH a réalisé un chiffre d'affaires de 94 millions d'euros. Un bénéfice net de 1,5 million d'euros a été dégagé pour l'exercice 2018.

Les clients de la dpa sont des éditeurs de journaux et de magazines, des portails en ligne, des stations de radio et de télévision ainsi que des entreprises, des organisations et des institutions.

La dpa ne reçoit aucune subvention ou autre contribution financière de l'État. Tous les revenus sont générés sur le marché libre. La dpa est une société à responsabilité limitée et fonctionne selon les purs principes de l'économie de marché.

En plus de son activité principale, la dpa est active dans de nombreux autres domaines, par l’intermédiaire de filiales. Par conséquent, les résultats de la dpa dépendent de l'évolution de l’économie et des contributions financières qui lui sont liées, que les filiales apportent en général sur base de contrats.

En 2018, les filiales et les sociétés dans lesquelles la dpa a des participations ont réalisé d'importants bénéfices ; elles ont généré un résultat de 12 millions d'euros. (dpa rapport annuel 2018)

Conscience journalistique

Les journalistes de la dpa sont libres et indépendants, dans leur métier. Nous sommes attachés à la vérité et aux faits et non aux partis politiques, aux autorités religieuses ou culturelles, à l'industrie ou à d'autres groupes d'intérêt.

La rédaction de la dpa travaille selon les principes énoncés dans les statuts de l’agence: elle est indépendante de toute idéologie, des entreprises commerciales et des gouvernements. La rédaction et la direction sont liées d’égale manière à ces principes.

L'article 5, paragraphe 2, des statuts de la dpa stipule : « La société remplit sa mission de manière impartiale et indépendante de toute pression (pouvant être exercée) par des partis politiques, des groupements idéologiques, des groupes économiques ou financiers et des gouvernements. »

L'un des principes du journalisme à la dpa est de relater des faits et de livrer des récits pertinents, en laissant aux lecteurs le soin de tirer leurs propres conclusions.

Bien sûr, nous ne pouvons pas exclure des erreurs. Les rédacteurs sont des êtres humains. Malgré toutes les normes de qualité et tous les mécanismes de contrôle mis en place, la possibilité de malentendus, d'erreurs ou de simples fautes de frappe subsiste. La crédibilité est le plus grand atout de la dpa. Toutes les erreurs sont donc corrigées immédiatement, honnêtement et de la manière la plus transparente possible dès qu'elles sont connues - même les plus petites. En outre, les erreurs sont traitées en interne, des leçons en sont tirées et les violations de nos normes sont sanctionnées en conséquence.

Organisation éditoriale

La Deutsche Presse-Agentur (dpa) a été fondée en 1949 et est l'une des principales agences de presse indépendantes au monde. La dpa fournit des services journalistiques aux médias, aux entreprises et aux organisations. Ils comprennent la transmission de textes, de photos, de vidéos, de graphiques, de reportages radio, de services en ligne et d'autres formats.

Quelque 1.000 journalistes de la dpa travaillent sur 54 sites en Allemagne et sur 94 sites à l'étranger. En plus du service de base, qui est le produit phare de l'agence de presse, la dpa fournit 12 services régionaux qui sont dirigés à partir de sept « bureaux régionaux ». En tant qu'agence internationale, la dpa assure sa production dans quatre langues : l’allemand, l’anglais, l’espagnol et l’arabe. Chaque jour, la dpa diffuse environ 600 dépêches rien que sur son fil d’informations le plus important, le service de base, et 1.200 photos sur son fil d’images.

La dpa recherche des faits, réalise des interviews, suit les développements et analyse les contextes dans le strict respect des principes énoncés dans les statuts de la rédaction. Aucun article n'est publié s'il n'a pas été édité par deux journalistes de la dpa au moins. La précision prime toujours sur la rapidité.

La confiance et la vérité sont de la plus haute importance pour la dpa. Le modèle commercial de la dpa repose sur la plus grande fiabilité possible. Les rares erreurs rédactionnelles qui sont néanmoins commises sont corrigées immédiatement et de manière transparente, après un examen minutieux.

Questions et réponses sur les factchecks à la dpa

Qu'est-ce que le dpa entend par vérification des faits?
En tant qu'utilisateurs des médias, nous nous intéressons tous à des faits et nous cherchons des orientations sur des questions qui sont importantes pour nous. Avec ses factchecks du service de base, la dpa vérifie les commentaires publics qui représentent un intérêt pour la société. Il ne s'agit pas de faits à proprement parler, mais plutôt d'assertions soutenues, entre autres, par des politiciens et d'autres personnalités publiques. Dans des cas exceptionnels, la dpa vérifie également les allégations provenant de sources moins importantes. Le facteur décisif est toujours la pertinence ou l'attrait d'un sujet. Une allégation conduira la dpa à effectuer une vérification des faits si elle est convaincue que les citoyens intéressés se poseront inévitablement ces questions: « Est-ce vrai ? » ou « est-ce vraiment le cas ? » Il convient de noter que, pour des raisons de capacité, le service de base de la dpa ne vérifie que les affirmations les plus importantes et les plus pertinentes, dans le cadre élaboré des factchecks.
Les vérifications des faits se limitent-elles aux seules affirmations ?
Non. La dpa publie également des vérifications de faits sous le format « Ce que nous savons et ce que nous ne savons pas » en cas d'événements majeurs inattendus dont la situation n'est pas claire. Ces vérifications de faits permettent d'avoir un aperçu rapide des faits et allégations officiellement confirmés, par exemple dans le cas d'attentats terroristes, de bousculades ou de catastrophes, qui sont généralement diffusés via les réseaux sociaux.
Des allégations plus anciennes peuvent-elles également être soumises à un factcheck?
Oui, absolument. Il peut s'agir, par exemple, de promesses de campagne électorale faites par des hommes politiques. La dpa vérifie régulièrement, aux niveaux fédéral et régional, ce qu'il advient des annonces politiques importantes.
À quoi ressemblent concrètement les factchecks de la dpa?
Les vérifications de faits forment une catégorie à part dans la production de la dpa, à côté des « nouvelles », des « résumés », des « mises en contexte » ou des « correspondances ». Dans le format des factchecks, nous sélectionnons une allégation ou une information similaire et nous allons au fond des choses. Idéalement, un factcheck permet de conclure que l'assertion faisant l'objet de l'enquête est vraie ou fausse. Notre objectif est de rendre les vérifications des faits aussi transparentes que possible afin que les lecteurs puissent comprendre notre évaluation.
Comment un factcheck s’effectue-t-il, sur le plan journalistique ?
Afin de répondre à la question de savoir si une assertion est vraie ou fausse, les journalistes de la dpa utilisent toutes les techniques propres à la recherche journalistique minutieuse. Elles englobent non seulement des étapes classiques de vérification (vérification de l'identité d'une source, comparaison avec les statistiques officielles, recherche de personnes mentionnées dans une allégation, etc.) mais également de nouvelles méthodes de recherche du journalisme numérique. Il s'agit notamment de techniques et d'outils tels que la recherche de photos inversées, les archives internet, la géolocalisation, le « patient zéro ». Nous n'arrivons pas toujours à formuler un jugement clair, à la fin de la procédure de factcheck. Il existe également des factchecks dpa qui ne permettent pas de porter un jugement tranché, à la fin.
Pourquoi n'y a-t-il pas d'échelle d'évaluation claire pour tous les factchecks de la dpa, qui indiquerait par exemple « correct, plutôt correct, en partie correct, plutôt incorrect, incorrect » ?
De très nombreux sujets et affirmations sont trop complexes pour être évalués selon un schéma rigide. En cas de doute, nous sommes plus intéressés par une mise en perspective correcte et compréhensible que par une évaluation éventuellement trompeuse. Grâce au factcheck, le lecteur doit être en mesure d’évaluer la véracité d'une affirmation vérifiée et de comprendre le contexte d'un thème controversé. Le monde est rarement noir ou blanc. À l'aide des factchecks de la dpa, les lecteurs doivent pouvoir se former leur propre opinion, en se fondant sur des faits, sur des sujets abordés lors de discussions en société.
Les lecteurs ont-ils la possibilité de vérifier les factchecks de la dpa?
Les factcheckers de la dpa sont tenus d’intégrer dans leurs textes des liens vers toutes les informations disponibles au public qu’ils ont exploitées. Cela permet aux lecteurs de vérifier, par exemple, si certains faits ou chiffres ont effectivement été publiés dans un document officiel. Cependant, il y a aussi des informations que les journalistes de la dpa obtiennent grâce à une prise de contact directe avec des politiciens, des institutions, des entreprises ou des célébrités. Dans ces cas, les factchecks de la dpa indiquent l'origine des informations.
A quelles conditions une allégation doit-elle satisfaire pour être vérifiée par un factcheck de la dpa ?
Le sujet doit avoir une grande pertinence au niveau social. Idéalement, l'allégation doit alimenter un large débat de société et donc revêtir une importance cruciale pour le public au moment où il doit se forger une opinion. La dpa évalue à l’avance les conséquences qu’aurait une allégation si elle n’était pas vérifiée. Plus elles seraient graves, plus cela plaide en faveur d’un factcheck. Les lecteurs peuvent proposer à la dpa des sujets pour des factchecks (voir la rubrique « Contact »). Dans ce cas aussi, l’importance d’ordre social du sujet est un critère déterminant.
Quelles affirmations ne sont-elles pas prise en compte?
En Allemagne, la dpa livre ses textes à presque tous les journaux et stations de radio et de télévision, ainsi qu’à de nombreux portails d'information sur Internet. Ses textes ont donc une très large portée. Aussi les factchecks de la dpa ne portent-ils généralement que sur des affirmations d’intérêt national et social. En règle générale, la dpa ne réalisera pas de factcheck sur des faits de manipulation ou de désinformation qui ont une portée réduite dans les médias sociaux. En outre, les pures expressions d'opinion ne se prêtent pas à une vérification des faits.
La dpa veille-t-elle strictement à ce que tous les partis soient soumis à des fréquences identiques à des factchecks, lorsque sont abordées des questions politiques ?
L'élément déclencheur d'une vérification de faits n'est pas l'orientation politique ou l'appartenance à un parti d'une source. Conformément aux statuts de la rédaction de la dpa, les factchecks ne ciblent pas un parti ou une appartenance politique en particulier. Les journalistes de la dpa sont libres et indépendants dans leurs reportages. Nous sommes attachés à la vérité et aux faits et non aux partis politiques.
Le facteur décisif est l'allégation elle-même et son impact social. Il n'y a pas de répartition proportionnelle des factchecks en fonction de l'affiliation politique des sources. Mais il se peut que les politiciens et les partis qui se font remarquer de façon répétitive par des allégations fausses ou trompeuses soient contrôlés plus fréquemment.
Comment la dpa trouve-t-elle les sujets des factchecks?
Plus de 1.000 journalistes travaillent pour la dpa à l’échelle mondiale. Ils suivent les événements et les développements d’intérêt général et établissent des rapports. Nous sommes très attentifs aux débats parlementaires et aux prestations des personnalités politiques, nous lisons les communiqués de presse, nous assistons aux conférences de presse, nous suivons les émissions de télévision et de radio et nous surveillons les chaînes de médias sociaux de tous les hommes politiques, partis, entreprises, organisations, clubs sportifs et célébrités d’envergure. Mais nous sommes également ouverts aux suggestions venant de l'extérieur. Toute personne qui pense qu'une allégation est si importante, d’un point de vue social, qu'elle devrait être vérifiée par la dpa peut nous nous envoyer un courriel (factcheck-switzerland[at]dpa.com)
Est-ce que la dpa effectue des recherches moins approfondies pour des nouvelles « normales » que pour des factchecks ?
Non. La dpa vérifie avec le plus grand soin la véracité, le contenu et l'origine de chacune de ses informations avant leur publication. La seule différence entre les dépêches classiques rédigées par la dpa et les factchecks, c’est le format particulier de ces derniers, qui doivent répondre à une question : « Est-ce vrai ? »
Les factchecks de la dpa portent-ils uniquement sur des allégations dans le domaine politique?
Non. En principe, tous les sujets qui représentent un intérêt pour la société peuvent être traités dans le cadre d’une vérification des faits de la dpa. Cela inclut, par exemple, des thèmes dans le domaine scientifique, tels que la polémique sur l'efficacité des vaccins ou les prétendus pouvoirs miraculeux des plantes ou des médicaments. La dpa réalise également des factchecks dans les domaines de l’économie, du sport, des faits divers et de la consommation.
Pourquoi ne puis-je pas, en tant que personne privée, lire toutes les nouvelles de la dpa sur une page internet ?
La dpa est une agence de presse indépendante, du secteur privé, qui se finance intégralement sur le marché libre. Les médias paient la dpa pour le contenu qu’elle offre et pour avoir le droit d’exploiter et de publier ses dépêches sur leurs propres supports. Afin de sécuriser ce modèle commercial au profit de ses clients, la dpa ne met pas ses contenus en libre accès sur internet.
Comment la dpa traite-t-elle les erreurs dans ses propres dépêches?
La dpa publie en moyenne 650 dépêches par jour rien qu'en Allemagne. Malgré tout le soin apporté à leur rédaction, des erreurs peuvent toujours se produire. Les rédacteurs de la dpa sont tenus de rectifier le plus rapidement possible les erreurs apparaissant dans leurs publications. Cela doit être fait de manière transparente ; cela signifie que les médias qui sont clients de la dpa sont explicitement informés de chaque correction. En cas d’erreurs fondamentales, la dpa détaillera dans une communication distincte ce que l'agence a mentionné de façon erronée et comment les erreurs ont pu se produire. Les factchecks sont également soumis à des normes de correction élevées.
Un factcheck effectué par un journaliste de la dpa est-il toujours vérifié avant sa publication ?
Le principe du double contrôle s'applique à tous les textes dpa avant qu'ils soient transmis. Chaque texte écrit par un journaliste de la dpa est révisé par un rédacteur expérimenté, c'est-à-dire qu'il est relu et attentivement vérifié. Un grand soin est apporté au respect de toutes les règles de diligence. Les factchecks de la dpa sont très souvent le résultat d'un travail d'équipe. Des spécialistes tels que des journalistes politiques ou sportifs coopèrent, en tant qu’auteurs, avec les experts en matière de vérification de l'équipe de factchecking de la dpa.
Comment puis-je me renseigner sur les techniques utilisées par l'équipe de vérification des faits de la dpa ?
Stefan Voß, chef de l'équipe de vérification des faits à l'agence dpa, explique sur sa chaîne YouTube « Newsnerd » comment fonctionne le journalisme numérique. Sont entre autres expliquées les règles de base de la vérification, la vérification des lieux sur les médias sociaux (géolocalisation), la recherche de photos inversée ou la « recherche avancée sur Google ».
Pourquoi faut-il parfois plusieurs jours avant que soit publié un factcheck?
La rapidité fait partie du métier, dans une agence de presse. Mais la précision prime toujours sur la rapidité. Certains sujets sont si complexes qu'un factcheck ne peut être publié qu'après plusieurs vérifications et la consultation d'experts. Si le sujet revêt un grand intérêt social, le factcheck demeurera lui aussi d’actualité même après plusieurs jours. Cependant, certains sujets sont si complexes que des factchecks ne se justifient pas vraiment, parce qu’il est difficile de formuler une évaluation informative sur ces sujets. La dpa fournit des informations sur des controverses ou des événements importants, dans ses dépêches, mais peut dispenser de vérification des faits ces sujets complexes.
Quelles sont les sources utilisées par la dpa pour scruter des allégations, par des factchecks ?
La dpa dispose de ses propres spécialistes dans tous les domaines d’intérêt social, de la politique à l’économie en passant par les sports et le show-business. A l’aide des connaissances de nos experts, nous lançons les recherches. Nous recherchons toutes les informations publiquement disponibles sur un sujet spécifique. Il peut s'agir de documents officiels, de données statistiques, d'avis d'experts et d'autres sources crédibles qui font autorité. Si les allégations concernent des personnes, nous essayons de les interroger directement. Si nous n'obtenons pas les informations nécessaires, malgré des recherches intensives, nous le mentionnerons dans le factcheck.
Parfois, les allégations sont formulées de manière trompeuse. Comment la dpa traite-t-elle ces cas, dans ses factchecks ?
Il arrive souvent que l'intention d'une allégation ne soit pas claire. En cas de doute, lorsque cette intention ne peut pas être clairement déterminée, la dpa s'abstient généralement de publier un factcheck. Toutefois, si l'allégation revêt un très important intérêt d’ordre social, l’éventualité d’un malentendu pourrait faire l’objet d’un factcheck.

Contactez l'équipe de vérification du dpa

Vous avez pris connaissance d’une allégation factuelle revêtant un intérêt social que le bureau belge de la dpa devrait, selon vous, contrôler par un factcheck ? Si vous jugez qu’un tel sujet est important et susceptible de provoquer des remous, veuillez nous écrire à l'adresse suivante : factcheck-switzerland[at]dpa.com.

Dans ce contexte, nous devons recevoir les informations suivantes :

  • De quel thème et de quelle allégation factuelle s’agit-il ?
  • Qui est l’auteur de l’allégation (merci de nous fournir des liens vers des documents, des sites web, des vidéos ou encore des posts publics) ?
  • Pourquoi estimez-vous que cette allégation factuelle est fausse ? Pourquoi est-elle à ce point importante que la dpa devrait la vérifier ? Merci de répondre de façon précise à ces questions.
  • Si la dpa devait décider de ne pas publier de factcheck sur le sujet que vous avez proposé, quelles pourraient en être les conséquences, selon vous ?

Une remarque importante : nous ne vérifions que les allégations factuelles, par la simple formulation d’opinions.

Bien sûr, vous pouvez également envoyer à notre adresse factcheck-switzerland[at]dpa.com vos remarques sur d’éventuelles erreurs dans nos factchecks et nous faire part d’autres suggestions.